HomeOffice – das neue ‚Normal‘?

Mittlerweile ist das Homeoffice für fast alle normal geworden – Pandemie sei Dank. Statt vor die Haustür geht es ins Arbeitszimmer oder in den zum Arbeitszimmer umfunktionierten Wohnraum. Der Kaffee kommt nun aus der heimischen Maschine (welcher ist nun besser?), der Arbeitsweg ist nicht mehr der Rede wert (ein Glück bei den Spritpreisen gerade!) und das Klischee sagt, dass einige die Jogginghose nicht mehr ausziehen (oben hui, unten pfui?).

So weit, so gut. Doch wie genau ging diese Umstellung von statten?

Sitzt die Finanzbeamtin in absolut-nicht-ergonomischer Haltung auf dem Sofa? Starrt der Sachbearbeiter acht Stunden lang auf seinen 15‘‘ Monitor? Und muss die Geschäftsführungsassistenz jetzt vom Haustelefon aus Termine koordinieren? Wie motiviert man sein Team, auch dort engagiert zu arbeiten, wo der Fernsehsessel lockend im Hintergrund ruft? …


Wie geht Homeoffice richtig?

Gesund und bequem Arbeiten  – so machen wir das:

Bei uns im Büro hat jeder einen höhenverstellbaren Schreibtisch – und den gibt es auf Wunsch auch für Zuhause! Das ist super, muss aber nicht (und möchte auch nicht jeder). Wichtig ist, auch Zuhause an einem ausreichend großen Schreibtisch mit der richtigen Höhe zu sitzen und nicht am fußhohen Couchtisch. Der Lichteinfall sollte möglichst seitlich sein.

Auch der Liegesessel eignet sich nicht zwingend für das tägliche Arbeiten zuhause. Hier gilt wie auch im Büro: Ein ergonomischer Stuhl für die, die den ganzen Tag sitzen, ist unabdingbar.

Sie als Unternehmer haben eine Fürsorgepflicht gegenüber Ihrem Team und sollten das Equipment für gesundes Heimarbeiten zur Verfügung stellen. Was hier benötigt wird, kann schnell im gemeinsamen Gespräch eruiert werden.


Technisches Equipment 

Monitore, Notebook und Headset – so machen wir das:

Unsere Mitarbeiter haben bei uns auch im Homeoffice die gleiche Ausstattung wie im Büro. Insbesondere weil bei uns wirklich täglich und dauerhaft nur am Notebook/PC gearbeitet wird, gehören dazu definitiv auch mindestens zwei 24‘‘-Monitore – nach Absprache und Aufgabenbereich gibt es auch mal drei.

Ein leistungsfähiges Notebook mit Dockingstation für flexibles, mobiles Arbeiten gehört für uns, auch ohne Corona, zur Standardausstattung.

Wir telefonieren mit Headset, die Vorteile liegen wohl klar auf der Hand: Die hat man nämlich dann frei zum Tippen oder Klicken (… der Nacken wird auch geschont, wenn man das Telefon nicht zwischen Schulter und Kinn klemmen muss). Zudem kann man mit Headset den Schreibtisch auch mal verlassen, entweder zum Kaffee holen oder um sich einfach mal zu bewegen. Wichtig: Ein qualitativ hochwertiges Headset mit funktionaler Geräuschunterdrückung filtert Hintergrundgeräusche, so dass Ihr Gesprächspartner Sie einwandfrei verstehen kann. Hier sollte man nicht sparen.


Was braucht man sonst noch?

  • Internet – Wenn schnelles und stabiles Internet im Homeoffice fehlt, sollte da dringend nachgebessert werden!
  • Licht – Bitte für gutes, ausreichendes, indirektes Licht sorgen. Tageslicht ist optimal! Für dunklere Tage sollte aber auch eine gute Beleuchtung installiert sein (…und auch benutzt werden! Der ein oder andere fühlt sich jetzt vielleicht angesprochen).
  • Körperklima – Eine angenehme Raumtemperatur von 20 bis 22°C und eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 % lässt uns im Homeoffice Höchstleistungen vollbringen.
  • Lautstärke – Wenn machbar, sollte man sich einen ruhigen Arbeitsort schaffen und ggf. mit geräuschunterdrückenden Kopfhörern arbeiten.


Das Teamgefühl 

Derzeit besuchen wir eher selten den Kollegen im Büro nebenan.

Um die Kommunikation intern aufrecht zu erhalten, sollte jedes Unternehmen neben den regelmäßigen Business-Teammeetings auch kleinere ‚Come-on

line-Together‘-Treffen durchführen – am besten mit Bildübertragung, beispielsweise via MS Teams. Ob täglich, zweimal wöchentlich, pro Abteilung oder mit der ganzen Runde – diese Termine ermöglichen, den Teamspirit aufrecht zu erhalten: „Wir sitzen zwar nicht mehr alle in einem Büro, aber immer noch in einem Boot!“ Hier geht es nur darum „mal Guten Morgen“ zu sagen oder sogar gemeinsam am Freitag ein Feierabendbier zu trinken.


HomeOffice-Essentials 

  • Tagesrhythmus beibehalten – Zum einen bringt es eine gewisse Konstanz in den Tagesablauf, zum anderen kann der Körper so private und berufliche Zeiten besser voneinander trennen. Das Gute ist: Wer vorher ausschlafen konnte, darf das auch weiterhin!
  • Den Schlafanzug gegen ordentliche Kleidung tauschen – Der morgendliche Ablauf von Zähneputzen bis Anziehen sollte beibehalten werden. Auch aus Respekt den Kollegen gegenüber.
  • Den Arbeitsplatz sauber halten – Wenn der Küchenschrank leer ist, sollte der Schreibtisch spätestens abgeräumt werden.
  • Pausen machen – Zuhause neigt man unter Umständen dazu, mehr zu arbeiten. Damit das nicht einreißt, sollte man sich an die gewohnten Pausenzeiten halten und vielleicht:
  • Einfach mal raus! Morgens joggen, mittags eine Runde um den Block spazieren und abends vielleicht zu Fuß zum Einkaufen statt mit dem Auto. Da der Arbeitsweg entfällt, bewegen Sie sich automatisch weniger und hier